Recht auf Beteiligung

Jugendliche bei Dreharbeiten Modell vom Traumschulhof Ergebnispräsentation im Stadtteil Tolle und doofe Orte im Stadtteilt


Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Entscheidungen ist ein Kinderrecht. Bei der Planung von Spielplätzen, Schulhöfen, Treffpunkten, Plätzen oder bei der Schulwegeplanung müssen sie einbezogen werden. Beteiligung bedeutet dabei die Interessen von Kindern und Jugendlichen oder bestehende Miss- bzw. Mangelzustände aufzudecken. Gemeinsam und altersgerecht soll nach Lösungen und Alternativen für bestehende Fragestellungen, Planungen und Probleme gesucht und diese in die Tat umgesetzt werden.

In Beteiligungsprojekten erhalten Kinder und Jugendliche die Gelegenheit an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitzuwirken und schöpferisch tätig zu werden. Eine ernsthafte Umsetzung der Beteiligungsergebnisse fördert ein Verantwortungsgefühl bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen für das ‚Neugeschaffene'.


Kinder- und Jugendbeteiligung heißt:

- Kinder und Jugendliche ernst nehmen
- Ihre Bedürfnisse anerkennen
- Ihre Kompetenzen nach Alters- und Entwicklungsstand wahrnehmen und fördern
- Sie an allen ihr Leben betreffenden Entscheidungen beteiligen

Kinder- und Jugendbeteiligung ermöglicht:
- Politische Bildung am praktischen Beispiel (Demokratieerfahrung)
- Aktive Gestaltung des Lebensumfeldes (Sozialräumliche Prävention)
- NutzerInnen orientierte Hinweise für die Planung (Bedarfsgerechte Planung)


In diversen gesetzlichen Regelungen ist das Recht von Kindern und Jugendlichen an der Beteiligung an den Sie betreffenden Entscheidungen verankert.

Artikel 12 Abs.1 der UN Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen: "Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife."

Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG): § 8: "Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungszustand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. ..."

Hessische Gemeindeordnung (HGO): § 4c: "Die Gemeinde soll bei Planungen, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, diese in angemessener Weise beteiligen. Hierzu soll die Gemeinde über die in diesem Gesetz vorgesehene Beteiligung der Einwohner hinaus geeignete Verfahren entwickeln und durchführen."